3Die Erde. Millionen Menschen sind von dort ins All geflohen, um den Zombies zu entgehen. Milliarden wurden dort eingesperrt, als die Jockeys das Sonnensystem abriegelten. Ein Jahr ist seitdem vergangen. Niemand weiß, wie es auf der Erde aussieht. Doch die Besatzung der T.S. Eliot wird das bald herausfinden, wenn auch unfreiwillig.

Omega

24
Dies ist die 24. und letzte Episode der Romanserie „Homo Sapiens 404“.

Wer darf überleben, wer wird sterben? Wird jemand überleben? Wird jemand sterben? Wird Arnest duschen? Wird die Geschichte ein vernünftiges Ende haben? Wird die Autorin tatsächlich jeden Satz in dieser Kurzbeschreibung mit einem Fragezeichen beenden? Wie? Echt jetzt? Ja?

Nee, aber sie will sich bei allen bedanken, die die Besatzung der Eliot 24 Bände lang begleitet haben. Macht’s gut und viel Spaß bei »Omega«.

 

»Mir wird schlecht, wenn ich eure Kommentare zu der Katastrophe lese, die sich um uns herum abspielt. Da werden Videos brennender Städte und vom Mob zerfetzter Jockeys mit Sprüchen wie ›Endlich sehen sie mal, wie das ist‹, ›Lol!!!!‹ oder ›Jetzt kriegen die Wichser die Quittung‹ versehen. Sind wir wirklich so tief gesunken? Soll unsere Häme und Schadenfreude ihnen beweisen, dass sie recht hatten, uns einsperren zu wollen? Wollen wir ihnen zeigen, dass wir schlimmer sind, als sie es je waren? Wenn ja, dann kriegt ihr das super hin. Herzlichen Glückwunsch. Aber wenn ihr auch nur noch einen Funken Menschlichkeit in euch spürt, dann fliegt zu den Jockeywelten und -raumstationen. Rettet die, die euch um Hilfe anflehen. Lasst sie nicht im Stich. Wachst über euch selbst hinaus und helft. Seid Jediritter, nicht Sturmtruppen. Seid gütig.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

  • 23Dies ist die 23. Episode der Romanserie „Homo Sapiens 404“. Einen Band vor Schluss ist jeder Klappentext ein spoilerverseuchtes Minenfeld, deshalb hier stattdessen Arnests Rezept für Chili con Carne (am Ende)

»Etwas stimmt hier nicht. Und damit meine ich nicht dieses diffuse Gefühl universeller Depression, das uns alle seit Omega beherrscht, sondern etwas wesentlich Konkreteres. Etwas stimmt nicht mit den Jockeys. Die ganzen Videos auf YouTube, die fast sofort wieder verschwinden, Tausende gelöschter Kommentare und gesperrter Accounts … und all das in den letzten paar Tagen. Das riecht nach massiver Zensur. Es ist mir gelungen, eines der Videos zumindest zur Hälfte zu sehen, bevor es entfernt wurde. Darin sieht man eine Jockeystadt – ihr wisst schon, die, die eher wie ein Park aussehen, mit viel Grün und unauffälligen Häusern. Aber diese Stadt brennt. Rauch steigt zwischen den Bäumen auf, man hört Schreie und Rufe in einer fremden Sprache, dann kommen Jockeys ins Bild. Es sind Warane. Sie halten Waffen in den Händen, irgendwelches Zeug, das aussieht, als hätten sie es einfach vom Boden aufgehoben: Bretter, Glasscherben, Metallrohre. Die Jockeys schlagen aufeinander ein. Ihre Augen sind schwarz wie das All. Und dann sagt der Typ, der das alles filmt, auf Englisch: ›Ich bin so wütend, dass ich sie alle umbringen will. Dabei kenne ich diese Leute gar nicht. Was ist hier los? Weiß denn niemand, was hier los ist?‹ Ich weiß es leider nicht. Aber eines ist klar: Die Jockeys wollen nicht, dass jemand davon erfährt, auch nicht ihr eigenes Volk. Macht es ihnen so schwer wie möglich. Sucht nach Videos, Texten, Fotos. Postet sie, wo ihr könnt. Teilt sie auf Twitter, Hashtag #Jockeyzensur. Gemeinsam werden wir herausfinden, was mit den Jockeys nicht stimmt – und ob wir uns Sorgen darüber machen müssen.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

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22Die Autorin erkennt ebenso überrascht wie erfreut, dass die Handlungsstränge, die sie zusammenbringen will, tatsächlich zusammenpassen. Ein weiterer Beweis dafür, dass wir in einer Computersimulation leben und freier Wille eine Illusion ist. Mit ähnlich existentialistischen Gedanken muss sich Ama’Ru auseinandersetzen. Was sie dabei erkennt, wird sie zutiefst erschüttern.

»Vielleicht habe ich mich geirrt. Ihr seid es nicht gewohnt, solche Worte von mir zu hören, weil ich normalerweise recht habe, aber im Fall der Erde … lasst es mich so sagen: Eine Heimat, egal, wie beschissen, ist besser als keine Heimat. Und die Erde ist unsere Heimat. Davon habt ihr mich mit euren Kommentaren und manchmal auch Beschimpfungen überzeugt. Hier draußen im All werden wir umhergeschleudert wie Blätter im Sturm. Wir sind auf die Gnade der Jockeys angewiesen und fürchten ihren Zorn. Auf der Erde gibt es nur uns – lebende Menschen und tote Menschen. Unsere Pläne und unsere Fehler entscheiden darüber, zu welcher Gruppe wir gehören. Wir leben und sterben dort selbstbestimmt. Ich weiß nicht, ob ich den Mut hätte, dorthin zurückzukehren, wenn sich die Gelegenheit bieten würde, aber ich hoffe es. Und Hoffnung ist alles, was uns noch geblieben ist.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

2Wer steckt hinter dem Virus, das Menschen in mordgierige Zombies verwandelt? Warum wurde es erschaffen? Dies sind die Fragen, die John Auckland auf die T.S. Eliot gebracht haben. Er hatte geglaubt, zumindest einige Antworten gefunden zu haben, aber der Mann, der ihm seine Befehle erteilt, sieht das anders und besteht auf einer Fortführung der Mission. Auckland sucht weiter nach Antworten – und das könnte nicht nur ihn, sondern auch den Rest der Crew das Leben kosten. Denn um sie zu finden, muss er in die für Menschen verbotene Welt der Jockeys eindringen.

21Niemand rechnet mit der spanischen Inquisition, und niemand erwartet, dass vier Bände vor Ende der Serie eine Figur auftaucht, von der man bisher nur gehört hat. Aber genau das passiert. Natürlich gibt es auch wieder Zombies, gleich ein paar Hundert, und einen Anblick, der selbst Arnest aus der Bahn wirft.

»Habitate. Dieses Wort höre ich immer öfter. Es gibt Listen von Stationen, die uns noch aufnehmen, aber sie werden mit jedem Tag kürzer. Mak’Uryls verdammte Haie jagen uns, sobald wir die Sprungtore verlassen, und das Tool, das uns als Jockeys ausgeben soll, funktioniert nur, solange kein Sichtkontakt besteht. Manche geben bereits auf und lassen sich zu den Habitaten bringen. Immerhin wirbt Algernon Reynolds für sie und was die Menschen, die dort leben, auf Twitter posten, klingt nicht schlecht. Wenn sie es wirklich selbst posten. Wenn sie überhaupt noch leben. Ihr wisst es nicht und ich auch nicht.
Nur eines gibt mir Hoffnung und es ist nicht dieser Blödsinn über die Erde. Es sind die Jockeys selbst. Es sind die Postings und Videos und Tweets, in denen sie sich für uns einsetzen, in denen sie Mak’Uryl seinen zweiten Namen verweigern und eigene Patrouillen ankündigen, die uns schützen sollen. Es gefällt uns vielleicht nicht, aber diese Jockeys könnten unsere letzte und einzige Hoffnung sein.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

20mWer, außer den Gensoldaten, hat noch in Sydney überlebt? Auf diese Frage sucht Auckland eine Antwort, doch erst einmal muss er selbst überleben, und im Regime des zunehmend wahnsinniger werdenden Albaners ist das nicht ganz leicht.

Auch Lanzo trifft auf Menschen und stellt schon bald fest, dass die Toten manchmal den Lebenden vorzuziehen sind …

 »Spürt ihr auch die Aufbruchstimmung, die in der wiederaufbereiteten Luft liegt? Man könnte meinen, es sei etwas Bahnbrechendes geschehen, dass jemand ein Mittel gegen den Virus gefunden oder endlich dafür gesorgt habe, dass der dämliche utorrent-Bug, bei dem ein Download bei 99 % abbricht, behoben wäre, aber nein. Die Verantwortung für die aufgekratzte, positive Stimmung an Bord der Stationen und Schiffe, in Foren, Chaträumen und sogar YouTube-Kommentaren wurde von einem Gerücht ausgelöst. Angeblich sind Menschen unterwegs zur Erde oder sind sogar schon dort angekommen. Keine Ahnung, wie sie das geschafft haben sollen, aber selbst wenn das stimmt, verstehe ich den Hype nicht so ganz. Fast alle von uns haben getan, was wir konnten, um diesen zombieverseuchten Höllenpfuhl zu verlassen. Wieso ist es jetzt so toll, dass es Leuten gelungen ist, dorthin zurückzukehren? Ich kapiere es nicht. Klar haben wir nicht gerade ein rosiges Leben hier draußen, aber wir haben ein Leben und das ist mehr als neun Zehntel der Menschheit von sich behaupten können. Ja, wir alle denken nostalgisch an die Erde zurück, aber an die vor Omega, nicht die, die fest in den fauligen Hand der Toten ist. Selbst wenn das Gerücht wahr ist und diese Leute es geschafft haben, solltet ihr sie nicht beneiden, sondern bemitleiden, denn ihr Leben wird kurz und grausam sein. Und ohne Internet.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

1Einige Jahrzehnte in der Zukunft: Dank außerirdischer Technologie hat die Menschheit den Sprung zu den Sternen geschafft und das Sonnensystem kolonisiert. Doch die Reise endet in einer Katastrophe. Auf der Erde bricht ein Virus aus, der Menschen in mordgierige Zombies verwandelt … Daraufhin riegeln die Außerirdischen das Sonnensystem ab und u¨berlassen die Menschen dort ihrem Schicksal. Die, die entkommen konnten, werden zu Nomaden in einem ihnen fremden Universum, verachtet und gedemu¨tigt von den Außerirdischen, ohne Ziel, ohne Zukunft. Zu ihnen gehört auch die Crew des kleinen Raumschiffes Mishima. Sie ahnt nicht, dass sie sich als die vielleicht letzte Hoffnung der Menschheit erweisen wird. Die Crew des Raumschiffes Mishima verdient sich ihren Lebensunterhalt mit dem Ausschlachten alter Schiffswracks. Als sie auf ein großes, scheinbar verlassenes Postschiff stoßen, glauben sie, endlich den Jackpot geknackt zu haben. Mit der Fracht, die sich in der T. S. Eliot befindet, könnten sie auf Jahre hinaus im Wohlstand leben, doch zwischen ihnen und diesem Schatz liegen lange, dunkle Gänge voll unheimlicher Gegner … und die Erkenntnis, dass die Eliot ein Geheimnis birgt!

19Der Albaner ist zurück, und er ist verrückter als je zuvor. Auckland ahnt, dass es früher oder später zum Kampf zwischen ihnen beiden kommen wird. Um den zu gewinnen, lässt er sich auf ein riskantes Spiel ein. Währenddessen gerät Kipling auf der anderen Seite der Welt in große Gefahr – und er selbst ist vielleicht sein schlimmster Feind.

»Spürt ihr, dass sich etwas verändert? Ich spüre es, wie einen leichten Druck auf den Schläfen, kurz bevor man eine Erkältung bekommt. Ihr kennt das Gefühl. Man weiß, dass etwas in einem lauert, aber man weiß noch nicht, wie schlimm es wird. An diesem Punkt sind wir gerade. Das Netz wird von einer seltsamen Aggression durchzogen, als würde es nur noch aus YouTube-Kommentaren bestehen. Und sie geht nicht etwa von uns aus, sondern von den Jockeys. Sie streiten sich über Kleinigkeiten, schreien sich in Großbuchstaben an und die Nachrichten sind voll von Gewalttaten. Etwas stimmt nicht. Etwas stimmt nicht mit den Jockeys.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

 

18Internet! Zum ersten Mal seit der Landung auf der Erde können Kipling und Ama’Ru Kontakt zur Welt jenseits der kleinen Kolonie aufnehmen. Doch was sie dabei erfahren, schockiert sie.

Rin und Arnest versuchen währenddessen, mit der schwierigen, neuen Lage irgendwie klarzukommen. Und in den Tiefen des Alls, auf einer Station namens Scania, kommt es zu einer dramatischen Konfrontation.

»Wie fühlt es sich an, ein Jockey zu sein? Ich weiß, dass ich die Frage schon mal gestellt habe, aber sie lässt mich nicht los. Ist das Tier unter dem Jockey ein eigenständiges Lebewesen, das von ihm unterdrückt wird? Fährt er in das Tier wie der Teufel aus Der Exorzist in Linda Blair (nur ohne das Herumgeschreie und Gekotze)? Oder ist das Tier nur ein Fortsatz seiner selbst mit ebenso wenig Bewusstsein wie eine Zehe oder ein Ellenbogen? Ich kann jeden verstehen, dem diese Fragen egal sind, aber für mich sind sie essentiell, denn sie definieren die Kultur der Jockeys. Basiert sie auf Unterdrückung oder auf friedlicher Koexistenz? Und wenn die Antwort Unterdrückung lauten sollte, wie könnten wir dann erwarten, von ihnen mit Respekt behandelt zu werden? Ihre gesamte Existenz würde auf der Versklavung anderer basieren. Sie wären tatsächlich und zutiefst böse. Und wir würden einen Exorzisten brauchen, der uns rettet.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

 

17Mit schockierenden Neuigkeiten machen sich Rin und Arnest auf den Rückweg zur Erde. Nur eine Person kann ihnen jetzt noch helfen, aber die müssen sie erst mal finden. Währenddessen lernen Ama’Ru und Kipling die Schattenseiten des Lebens in der menschlichen Kolonie kennen – und Auckland kämpft Tausende Kilometer entfernt um sein Leben.

»Ihr habt bestimmt gehört, was mit My Hometown passiert ist, ihr wisst schon, diesem Browserspiel, in dem man in ein Haus einzieht und einfach nur normale Dinge tut: einkaufen, Rasen mähen, die Kinder zur Schule fahren und so weiter. Über zweihunderttausend Leute haben My Hometown gespielt – bis letzte Woche. Da haben irgendwelche Trolle das Spiel gehackt und jeden zehnten Avatar in einen Zombie verwandelt. Könnt ihr euch vorstellen, wie sich die armen Schweine gefühlt haben, als sie sich einloggten, um für ein paar Stunden ein normales Leben zu führen, und ihre Eltern, Kinder, Geschwister und Freunde auf einmal über sie herfielen? Omega 2.0 in Pixelgrafik. Zweihundert User brachten sich um, das sind 0,01 Prozent der uns bekannten Menschheit – mehr als sich während Omega umgebracht haben.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

 

16Hm, dachte die Autorin, als sie mit „Schieß doch“ begann. Ich habe schon lange keine Hauptfigur mehr umgebracht. Und die Gelegenheit dazu war selten so günstig. Ama’Ru und Kipling sind von religiösen Fanatikern (und anderen Problemen) umgeben, Rin und Arnest stehen vor einer Entscheidung, deren Tragweite sie nicht einmal erahnen. Nur ein falscher Schritt könnte eine der drei Parteien in den Tod führen. Oder alle. Oder keine. Welche der drei Möglichkeiten eintritt, erfahrt ihr in diesem Band.

»Habt ihr je einen Jockey beten sehen? Nein? Ich auch nicht. Jockeys reden nie über Religion, was zu einer Reihe von Verschwörungstheorien geführt hat. Ich glaube den ganzen Unsinn nicht. Die Jockeys opfern keiner dunklen Gottheit Säuglinge und sie baden auch nicht bei irgendwelchen geheimen Ritualen in Menschenblut. Sie reden nie über Religion, weil sie Religion nicht verstehen. Sie haben keine Ahnung, weshalb Menschen das Bedürfnis verspüren, mit einer unsichtbaren Macht zu sprechen, die ihnen nur mit Schweigen antwortet. Die Angst, allein zu sein, ist ihnen fremd, denn sie sind nie allein. Manchmal wünschte ich, ich könnte ein paar Minuten lang ein Jockey sein, nur um zu erfahren, wie sich das anfühlt.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

15Die Erde. Millionen Menschen sind von dort ins All geflohen, um den Zombies zu entgehen. Milliarden wurden dort eingesperrt, als die Jockeys das Sonnensystem abriegelten. Ein Jahr ist seitdem vergangen. Niemand weiß, wie es auf der Erde aussieht. Doch die Besatzung der T.S. Eliot wird das bald herausfinden, wenn auch unfreiwillig.

»Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir mit Freunden Zombiefilme ansahen und darüber diskutierten, was wir besser als die Überlebenden machen würden? Es lag ein gewisser romantischer Reiz in der Vorstellung, alles zu verlieren, jede Verantwortung außer der für das eigene Überleben abzulegen, zurückzukehren zu der in unserer Kollektiverinnerung verankerten Existenz als Jäger und Sammler. Die Vorstellung ist Realität geworden, wie wir alle wissen – beschissene, schreckliche Realität. Und nun sehen wir irgendwelche Sitcoms und Familienserien mit Freunden und stellen uns vor, wie schön es wäre, in einer geordneten Welt und nicht im Chaos zu leben. Der Kreis hat sich geschlossen.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

14Better Life Solutions – ein Konzern, der genetisch modifizierte Supersoldaten erschuf, zu denen auch John Auckland gehört. Die Botschaften seines Kommandanten sind zwar verstummt, aber er ahnt, dass seine Vergangenheit ihn irgendwann einholen wird. Das tut sie auch – und trifft damit ihn und die restliche Besatzung der T.S. Eliot völlig unvorbereitet.

»Seht euch mal eure Torrents an. Kommt, tut mir den Gefallen. Ist irgendeine Serie, irgendein Film oder irgendein Album dabei, das nach 2020 produziert wurde? Wenn ja, dann seid ihr eine Ausnahme. In den Top 100 der aktivsten Torrents findet man nur einen, der aus der Zeit nach 2020 stammt – und zwar das Live-Action-Remake von Futurama. Alle anderen sind zum Teil deutlich älter.
Ich halte die Jahreszahl für keinen Zufall. 2020 – das Jahr, in dem wir Kontakt aufnahmen, das Jahr unseres ersten Treffens mit den Jockeys. In den künstlichen Träumen, in die wir uns flüchten, wollen wir nichts mit ihnen zu tun haben. Deshalb drehen wir die Zeit zurück, bis es sie nicht mehr gibt und wir wieder allein sind. Und zu Hause.«
– Nerdprediger Dan, ASCII-Zeichen für die Ewigkeit

Auf die Knie

13Das Leben unter den Jockeys wird immer unerträglicher und gefährlicher. Um den Patrouillen, die auf der Suche nach menschlichen Raumschiffen sind, zu entgehen, sucht die Besatzung der T.S. Eliot alte Bekannte auf. Doch dort hat sich einiges drastisch verändert.
Währenddessen ringt Arnest mit seinen Dämonen und droht, zur Gefahr für das ganze Schiff zu werden.

»Gott, ich hasse Religion. All dieses Gerede über eine wunderschöne, scheinbar zum Greifen nahe Zukunft, die man erlangen kann, wenn man sich nur lange genug auf die Knie wirft. Dieses Heilsversprechen ist wie ein unendlich langer, unendlich geiler Trailer für einen Film, der nie herauskommen wird.«
– Nerdprediger Dan, ASCII – Zeichen für die Ewigkeit